Fünf-Punkte-Programm gegen Heizkosten
Datum: Freitag, 17.Dezember. @ 09:30:21 CET
Thema: Nebenkosten


Fünf-Punkte-Programm gegen explodierende Heizkosten



(dmb) Explodierende Ölpreise sind nicht nur eine Gefahr für die Weltwirtschaft und für eine positive konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Sie belasten auch und besonders die privaten Haushalte.




„Mieter und selbstnutzende Haushalte stehen vor bösen Überraschungen, wenn Mitte nächsten Jahres die Heizperiode abgerechnet wird. Die Heizkosten werden sich um mehr als 30 Prozent erhöhen. Je nach Größe der Wohnung kommen dann zusätzliche 150 bis 250 Euro Heizkosten auf die Haushalte zu.“ Darauf weist Dr. Franz-Georg Rips, Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB) in Berlin, hin.



Gleichzeitig setzt er sich für ein Fünf-Punkte-Programm gegen die explodierenden Heizkosten ein:



1.) Die vom Bundesfinanzminister beabsichtigte Kürzung der Mittel für die Altbausanierung muss vom Tisch. „Wir brauchen dauerhaft und wirksam energetische Verbesserungen des Wohnungsbestandes, um auf diese Weise den Energiebedarf zu reduzieren“, sagte Rips.

2.) Die Anstrengungen zur flächendeckenden Erstellung eines bundeseinheitlichen Energiepasses für Gebäude müssen deutlich erhöht werden. Ein Energiepass schafft Transparenz, ist damit Grundlage für die Auswahlentscheidung beim Anmieten oder Kaufen einer Wohnung und vermittelt Hinweise auf notwendige Energieverbesserungen im Wohnungsbestand.



3.) Einkommensschwachen Haushalten muss durch eine Aufbesserung des Wohngeldes geholfen werden. Schon in der Heizperiode 2000/2001, als die Ölpreise ebenfalls explodiert sind, gewährte die Bundesregierung für bedürftige Haushalte einen besonderen Heizkostenzuschuss in Höhe von 5 DM pro Quadratmeter Wohnfläche. „Wir müssen diesen Gedanken jetzt wieder aufgreifen“, sagte der Mieterbund-Direktor.



4.) Die Mieter in Deutschland müssen ihr Heizverhalten überdenken: So gilt die Faustregel, dass bei Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad Celsius 6 Prozent der Heizenergie eingespart werden können. Ein gesundes Raumklima liegt zwischen 18 und 20 Grad Celsius. Für ein angenehmes Wohnklima sollen in Wohn- und Kinderzimmern 20 Grad erreicht werden, in Schlafzimmern reichen 18 Grad, in Fluren 15 Grad. Dauerlüftungen sind zu vermeiden, um ein Auskühlen der Räume zu verhindern. Statt dessen ist eine mehrmals täglich wiederholte Stoßlüftung vernünftig.



5.) Heizkostenabrechnungen sollen besonders kritisch überprüft werden. Hierzu stehen die örtlichen Mietervereine zur Verfügung. Unter www.mieterbund.de können Interessenten auch selbst einen Heizkosten-Check durchführen und so den Energieverbrauch in ihrem Wohnhaus abgleichen zu anderen Wohnhäusern und durchschnittlichen Energiekosten.






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